Vorstand

Grußwort des Vorsitzenden

 

Diakon Michael Hardt 

Als Caritas-Verband werden wir tätig zur Linderung der sozialen Nöte der armen, schwachen und hilflosen Menschen in der Stadt Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis.
 
Gerade in Zeiten, da die Rahmenbedingungen für soziale Arbeit in die Krise geraten, sind wir dankbar für die Arbeit unserer rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dankbar für alle Zuschussgeber, Spender und Förderer. In unser Netzwerk sind viele freiwillige Mitarbeiter/-innen eingebunden. Sie leisten beste Caritas-Arbeit vor Ort in Gemeinden, in der Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst, an vielfältigen Stellen unseres Verbandes. Für alle Hilfe sei an dieser Stelle ausdrücklicher Dank gesagt.
 
Mit dieser Präsentation stellen wir unseren Regionalcaritasverband vor und informieren über unsere Angebote - Beratung und konkrete Hilfe für ältere Mitbürger, Pflegebedürftige, Familien, Migranten, Suchtkranke und wohnungslose Menschen.
 
Caritas ist Kirche im Dienst am Nächsten. Dem Auftrag "Not sehen und handeln" fühlen wir uns verpflichtet und leisten unsere verbandliche Arbeit als Ergänzung und Unterstützung der sozialen Arbeit in den Pfarrgemeinden sowie als kirchlicher Wohlfahrtsverband für die Notleidenden in unserer Gesellschaft.

 

 

Weitere Informationen zu unserem Verband

Gremien

 

Die Gremien in unserem Verband

Mitglieder
 

Mitglieder des Verbandes sind insbesondere die als katholische Kirchengemeinden errichteten Pfarreien und Pfarrkuratien sowie die selbstständigen Seelsorgebezirke im Main-Kinzig-Kreis oder der Diözese Fulda, ferner die angeschlossenen Fachverbände und Vereinigungen" (§ 4,2 der Satzung).
 
Das sind zurzeit:

  • das Dekanat Hanau mit seinen Kirchengemeinden
  • das Dekanat Kinzigtal mit seinen Kirchengemeinden
  • die Fachverbände der Caritas
    Kreuzbundgruppe Gelnhausen
    Kreuzbundgruppe Langenselbold
    Malteserwerke gGmbH, An der Sportanlage 16, 63584 Gründau
    Sozialdienst katholischer Frauen, Friedrichstraße 12, 63450 Hanau 
    Sozialdienst katholischer Frauen, Bad Sodener Straße 52, 63628 Bad Soden-Salmünster
    Deutscher Orden, Bad Orb

 

 

Vorstand

Diakon Michael Harth, Vorsitzender
Ludwig Borowik, stellv. Vorsitzender
Ingrid Behrendt
Manfred Goldbach
Joachim Haas-Feldmann
Prof. Dr. Holger Kaesemann
Hans-Albert Link
Rudi Neumann
Michael Wolff, Schriftführer

 
 
 
 

Leitbild

Einführung

 
Das Rahmenkonzept des Caritas-Verbandes für den Main-Kinzig-Kreis e. V. formuliert die grundsätzlichen Aufgaben, Ziele, Herausforderungen und Perspektiven unseres Verbandes.
 
Als Regionalcaritas-Verband werden wir tätig zur Linderung der sozialen Nöte der Armen, Schwachen und Hilflosen im Main-Kinzig-Kreis.
 
Dabei sind für uns maßgebend:

  • der Anspruch des Evangeliums und der Glaube der Kirche 
  • die vom Bischof von Fulda genehmigte Satzung unseres Verbandes
  • die vom Bischof von Fulda genehmigte Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse 
  • die Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes (AVR)
  • das Leitbild des Deutschen Caritasverbandes und
  • Präambel und Leitbild des Caritasverbandes für die Diözese Fulda e.V.
    (Beschluss der Mitgliederversammlung vom 25. September 2002)

 
 

Not sehen und handeln!

 

 I. Der Mensch im Mittelpunkt

 
 
1. Caritas ist konkrete Hilfe für Menschen in Not.

2. Caritas hilft vorrangig Menschen, die in ihrem persönlichen
Umfeld oder in den sozialen Sicherungssystemen keine oder keine
ausreichende Hilfe finden.

3. Caritas gibt die Hilfen unabhängig von Hautfarbe, Religion,
Herkunft oder Geschlecht.

4. Caritas bietet ganzheitliche Hilfen an, die die körperliche,
seelische und geistige Situation sowie die Lebenswelt der
Klienten/Patienten mit einbeziehen.

5. Caritas fördert die Hilfe zur Selbsthilfe und unterstützt Menschen
in Not auf ihrem Weg hin zu einem selbstständigen und selbstver-
antwortlichen Leben.

6. Caritas stellt im Einzelfall die erfolgreiche personale Beziehung
vor die fachliche Zuständigkeit.

7. Caritas ist Anwalt und Lobby für Menschen in Not.

 

II. Soziale Arbeit aus dem Glauben -  Theologische Grundlagen

 
 
1. Der menschenfreundliche Gott - Quelle der Caritas

2. Jesus Christus und seine Botschaft - Auftrag und Ermutigung der Caritas

3. Der Heilige Geist - Lebenskraft der Caritas

4. Prophetischer Geist - Sehkraft der Caritas

5. Die diakonische Kirche - Lebens- und Wirkungsraum der Caritas

6. Eine große Tradition - Verpflichtung zu ständiger Erneuerung

 

III. Arbeitsteilung im Main-Kinzig-Kreis

 

1. Partner im sozialen Netz des MKK

Als anerkannter Partner im MKK streben wir weiterhin an, eine qualitativ an-
spruchsvolle und kreative Kraft im sozialen Netz zu sein.

Wir respektieren die vorhandene und sich weiterentwickelnde Arbeitsteilung
im sozialen Netz des MKK, soweit sie zu einer qualifizierten Versorgung der
Hilfesuchenden führt.

Wir suchen die Zusammenarbeit mit allen Partnern im sozialen Netz zum
Wohle der Menschen, die bei uns Hilfe und Unterstützung suchen.

Wir fördern die ökumenische Zusammenarbeit in der sozialen Arbeit der
Kirchen.

Wir unterstützen unsere Klienten/ Patienten durch Information und Vermittlung
an jene Stellen, die die bestmögliche Lösung für ein Problem anbieten.

 

2. Konzentration auf ausgewählte Zielgruppen

Wir konzentrieren uns unter langfristigen und strategischen Gesichtspunkten
auf ausgewählte, übergeordnete Zielgruppen,
um unseren traditionellen Verpflichtungen gegenüber Benachteiligten nachzukommen, im Einklang mit der Arbeitsteilung im MKK,
um ein Caritas-spezifisches Profil zu erreichen,
um Kompetenz und Qualität sicherzustellen,
um im Rahmen unserer Ressourcen wirtschaftlich zu arbeiten.

Dieses Zielgruppenkonzept muss in größeren Abständen der gesellschaft-
lichen und sozialen Entwicklung angepasst werden.
 
Für jede Zielgruppe ist ein verantwortlicher Mitarbeiter vorzusehen.

3. Anbieter in sozialen Märkten

Als christlich orientierter, der sozialen Hilfe verpflichteter, gemeinnütziger Verband müssen wir uns auch der Realität der Märkte stellen. Das erfordert

  • marktgerechte Angebote,
  • sorgfältiges, wirtschaftliches Arbeiten,
  • bewusste Preisbildung,
  • schnelles, flexibles Reagieren auf Veränderungen,
  • bewusstes Messen an Mitbewerbern,

 
aber auch die Bereitschaft, aus dem einzelnen Markt auszusteigen, wenn das
Handeln nicht mehr in Übereinstimmung mit unseren Grundsätzen steht oder
nach entsprechender öffentlicher Diskussion und Ausschöpfen aller Möglich-
keiten die Grenzen des wirtschaftlich Vertretbaren langfristig überschritten
werden.

 
 
4. Strategische Partnerschaften

 
Unser Ziel ist es nicht, alles selbst oder mit vorrangiger Verantwortung unse-
res Verbandes zu machen, sondern das bestmögliche Angebot für die Hilfesu-
chenden bereit zu stellen.
 
Grundsätzliche Planungen stimmen wir mit unseren Partnern im Öffentlichen
Dienst ab. 
 
Bei notwendigen Hilfeangeboten, die unsere Möglichkeiten überschreiten,
suchen wir geeignete Partner, vorrangig aus dem katholischem bzw. ökumeni-
schen Bereich.

 

IV. Qualitativ hochwertige Arbeit

 1. Soziale Arbeit aus dem Glauben (Praxis)

Soziale Not hat oft auch mit Fragen nach dem Sinn des Lebens zu tun. Im
Sinne unseres ganzheitlichen Angebotes helfen wir unseren Klienten/ Patien-
ten, auch hierzu Antworten zu finden.
 
Wir haben hohen Respekt vor der religiösen Auffassung eines jeden Men-
schen.  
 
Wir halten es für wichtig, dass eine helfende Beziehung gekennzeichnet ist
durch ein tiefes Urvertrauen, d. h. durch Glaube, Hoffnung und Liebe.

 
Die Botschaft des christlichen Helfers besteht nicht in erster Linie aus seinem
Wort, sondern sie geschieht durch sein Leben.  
 
Wir sehen uns verpflichtet, die spirituelle, menschliche und praktische Dimen-
sion des diakonischen Dienstes unserer Mitarbeiter durch Fortbildungsmaß-
nahmen regelmäßig weiter zu entwickeln.

2. Professionelle, kreative Sozialarbeit/ Pflege 
 
In unseren Arbeitsfeldern wollen wir beispielhafte Arbeit auf hohem fachlichen
Niveau leisten.

Soziale Routineaufgaben übernehmen wir nur dort, wo sie unsere Hilfeprozes-
se fördern.

Wir entwickeln Lösungen für soziale Herausforderungen.

Neue Projekte gehen wir modellhaft an.

Wir arbeiten nach fachlichen Qualitätsstandards und beteiligen uns an deren
Weiterentwicklung.

 
Wir überprüfen regelmäßig die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität
unserer Arbeit.

  

V. Organisation und Wirtschaftlichkeit als tragende Basis 

 
1. Klare Strukturen

Der Verband gliedert sich entsprechend den Zielgruppen in Fachbereiche und
Verwaltung. Fachbereichsleitung und Zielgruppenmanagement sind identisch.

Die Fachbereiche untergliedern sich wieder in Geschäftsbereiche bzw. Fach-
gebiete.
 
Geschäftsbereiche sind operative, hochwirksame Einheiten mit klarer Markt-
verantwortung und eigener Ergebnisverantwortung.

Je nach Bedarf kann ein Fachbereich selbst ein Geschäftsbereich sein. Er ist
dann nur noch nach Fachgebieten unterteilt.

 
Fachgebiete sind fachlich selbstständige Teilbereiche.

 
2. Effiziente Abläufe

Routineabläufe bestimmen in hohem Maße die Alltagsarbeit. Sie müssen sorgfältig durchplant und regelmäßig auf Praktikabilität, Einfachheit und Wirt-
schaftlichkeit überprüft werden.
 
Routineabläufe sind zu dokumentieren.

 
 
Die Mitarbeiter sind mit den Routinen umfassend vertraut zu machen.

 
 
3. Ausschöpfen der Synergieeffekte

 
 
Die Strukturen unseres Verbandes fördern die Eigenentwicklung und Eigen-
verantwortung der Mitarbeiterteams.

 
 
Eine zusätzliche Optimierungschance liegt in der engen Zusammenarbeit aller
Fachbereiche, Geschäftsbereiche und Fachgebiete. Die Führungskräfte bün-
deln deshalb die zentrifugalen Kräfte durch

 
 
ein hohes Maß an einheitlichen Regeln und Maßstäben,
permanente Vernetzung in klientenbezogenen Aufgaben,
ein positives Arbeitsklima über die Bereichsgrenzen hinweg,
die Verpflichtung der Mitarbeiter, nach außen immer als Regionalcaritas-
Verband und nicht nur als Vertreter einer Einrichtung aufzutreten.

 
 
4. Konsequentes Ressourcenmanagement

 
 
Wir betreiben ein konsequentes und zeitgemäßes Ressourcenmanagement
und stellen damit sicher, dass Geld, Personal und Sachmittel für die Umset-
zung der Ziele und Aufgaben bedarfsgerecht und effizient nach den Regeln
eines modernen Wirtschaftsbetriebes zur Verfügung stehen.

 
 
5. Rücklagenbildung

 
 
Als gemeinnütziger Verband dürfen und wollen wir keine Überschüsse erwirt-
schaften, jedoch angemessene Rücklagen bilden.

 
 
Die Rücklagen dienen der Überbrückung kurzfristiger Krisen und der wirt-
schaftlichen Sicherung des langfristigen Erfolges des Verbandes.

 
 
Die Rücklagen sollen insbesondere den Erhalt der Arbeitsplätze sicherstellen.

 
 
6. Controlling

 
 
Wirtschaftliches Controlling erfolgt durch die Führungskräfte mit den Schritten
Planung, Information und Eigensteuerung. Ziel ist die Sicherstellung des ver-
einbarten wirtschaftlichen Ergebnisses.

 
 
Strategisches Controlling, d. h. die kritische Überprüfung der strategischen
Ausrichtung des Verbandes in allen Kernfragen ist eine ständige Aufgabe von
Vorstand und Geschäftsführung und bedarf in größeren Zeitabständen der
systematischen Überprüfung.

 
 

VI. Qualifizierte Führung für motivierte Mitarbeiter

 
 
1. Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter im gemeinsamen Dienst für
die Hilfebedürftigen

 
 
Unsere Dienstgemeinschaft umfasst ehrenamtliche und hauptamtliche
Mitarbeiter.

 
 
Beide Mitarbeitergruppen haben unterschiedliche Aufgaben und ergänzen
sich im Dienst für die Hilfebedürftigen.

 
 
Ehrenamtliche und Hauptamtliche lernen voneinander.

 
 
Fachlichkeit, Einsatzwille, Flexibilität und Loyalität sind Grundlage für unsere
professionellen Dienste.

 
 
Ehrenamtliche binden sich an den Regionalcaritas-Verband allgemein, an
eine spezielle Zielgruppe oder befristet an ein oder mehrere bestimmte
Projekte.

 
 
In den Gruppen der Ehrenamtlichen wird auch das gesellige Miteinander
gepflegt.

 
 
Ehrenamtliche werden von hauptamtlichen Mitarbeitern unterstützt, erhalten
Versicherungsschutz, Kostenerstattung und Verwaltungsunterstützung.

 
 
2. Grundsätze für Leitung und Mitarbeiter

 
 
Wir sind eine Dienstgemeinschaft.
Es wird ein partizipativer Führungsstil gepflegt.
Wir arbeiten prozess-, ziel- und ergebnisorientiert.
Wir bilden uns ständig fort.
Wir tragen füreinander soziale Verantwortung.
Das Team ist die Keimzelle unserer Arbeit. In ihm sollte sich jeder Mitarbeiter
angenommen und fachlich und emotional zu Hause fühlen.

 
 
3. Fortbildung

 
 
Fort- und Weiterbildung gehört zu den wesentlichen Verpflichtungen eines
qualitativ hochwertig arbeitenden Verbandes. Das bedeutet, dass jeder Mitar-
beiter sich in einem ständigen Lernprozess befinden muss und der Verband
als Ganzes eine lernende Organisation darstellt.

 
 
Ehrenamtliche werden sorgfältig auf ihre Aufgabe vorbereitet, fachlich beglei-
tet und erhalten regelmäßig Fortbildungsangebote.

 
 
Träger, Leitungsverantwortliche und Mitarbeiter setzen die Ziele, Grundsätze und Verhaltensregeln dieses Leitbildes in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern gemeinsam um.

 
 

Gott selbst ist Anwalt der Armen, Schwachen und Entrechteten.

 

Chronik

Geschichte in Zahlen und Stichworten 

Nach dem 2. Weltkrieg sieht die Caritas ihre Aufgabe darin, die allgemeine Not zu lindern, den Hungernden, Frierenden, Kranken und Obdachlosen zu helfen.

1946 entstehen in Gelnhausen und Schlüchtern Kreis-Caritas-Sekretariate,

1948 das Kreissekretariat in Hanau. Hier nimmt die Fürsorgerin Frau Cäcilia Schmidt ihre Arbeit auf. Ihr Büro hat sie im heuten Pfarrhaus der Kirchengemeinde Heilig Geist in der Lamboy-Straße. Ihr Tätigkeitsgebiet umfasst Kuren für Mütter, Hilfe für Strafentlassene und Menschen in wirtschaftlichen Notlagen und allgemeine Lebensberatung.

1961 zieht das Kreis-Caritas-Sekretariat um in die Straße Im Bangert 2. Am 7. September 1962 wird im Auftrag des Bischofs von Fulda, Dr. Adolf Bolte, der Caritas-Verband Hanau e.V. gegründet. 1. Vorsitzender wird Stadtpfarrer Oskar Diel, Geschäftsführerin wird Cäcilia Schmidt. In den 60er Jahren wird ein Schwerpunkt auf die Erholungsfürsorge gelegt. In Kinderkuren und Kindererholungen werden medizinische und pädagogische Maßnahmen durchgeführt. Es werden Seniorenerholungen organisiert.

1969 stirbt Oskar Diel; daraufhin wird Pfr. Karl Schönhals zum 1. Vorsitzenden ernannt.

1971 beginnt mit der Einstellung einer Familienpflegerin eine systematische Familienhilfe, zu der auch die Hilfen für alte und/oder kranke Menschen gehören.

1973 wird aufgrund der Ausweitung der Arbeit und der Gebietsreform ein weiterer Sozialarbeiter eingestellt.

Die Altenberatung und -hilfe wird ab 1975 ausgeweitet; die systematische Altenberatung des Verbandes beginnt mit Schwerpunkten in der Altenberatung sowie Pfleg- und Vormundschaften.

Die Aussiedlerberatung beginnt im September 1976 im Rahmen des katholischen Lagerdienstes. Aussiedler werden von einer weiteren Sozialarbeiterin in den Übergangswohnheim Hanau und Schöneck betreut.

Im März 1977 wird der Caritas-Verband für den Main-Kinzig-Kreis e. V. gegründet, im Mai erfolgt der Eintrag in das Vereinsregister.

In diesem neuen Verband sind die Kreissekretariate Gelnhausen und Schlüchtern sowie der Caritas-Verband e. V. Hanau zusammengefasst. Rechtlich gesehen gilt dieser neue Verein als Fortführung des alten Caritas-Verbandes in Hanau. Neuer Vorsitzender wird Pfr. Rudolf Koch, Hanau; sein Stellvertreter wird Pfr. Hans Höfler, Gelnhausen. Hanau und Gelnhausen werden gleichberechtigte Geschäftsstellen mit den ebenso gleichberechtigten Geschäfts-führern Cäcilia Schmidt in Hanau und Bernd Bergmann in Gelnhausen. Die Geschäftstelle in Gelnhausen übernimmt die Zuständigkeit auch für den Altkreis Schlüchtern.

Mit der Schwangerschaftskonfliktberatung nach § 218 St GB wird das Beratungsangebot ausgeweitet.

1980 wird die Ausländer-Sozialarbeit in den Caritas-Verband integriert.

Nachdem das Bistum Fulda die Liegenschaft Matthias-Daßbach-Straße 2 gekauft hat, ziehen alle Dienststellen der Caritas in Hanau gemeinsam dorthin um.

1982 geht Cäcilia Schmidt in Pension; ihr Nachfolger in Hanau wird Ernst Wawroschek.

1983 wird der Sozialdienst katholischer Frauen gegründet; er übernimmt die Schwangerschaftskonfliktberatung.

1988 werden nach Leistungs- und Ansehensverlust des Verbandes die beiden Geschäftsstellen zu einer mit Sitz in Hanau zusammengefasst. Gelnhausen wird Außenstelle. Die beiden Geschäftsführer werden von ihren Ämtern entbunden, bleiben aber als bewährte Sozialarbeiter im Verband.

1989 wird Lothar Graf Geschäftsführer. Die Betreuungsstellen für Italiener, ehem. Jugoslawen und Spanier werden zu einem Team Ausländer-Sozialarbeit unter Leitung von Arturo Madrid zusammengefasst.

Konzeptionelle und organisatorische Erneuerungen werden beschlossen und bis 1990 umgesetzt. Es werden 6 Zielgruppen der Arbeit festgelegt: Ältere Mitbürger, Ausländische Mitbürger, Aussiedler, Mutter und Kind, Nichtsesshafte und Suchtkranke. Der Personalstand steigt und die Zusammenarbeit mit Stadt, Kreis, den kath. Kirchengemeinden und Institutionen und der Diakonie wird ausgebaut. Es folgt die Gründung der Caritas-Sozialstation Hanau.

1991 wird das Franziskus-Haus in der Breslauer Straße als Ökumenische Nichtsesshaften-hilfe eingeweiht. Außerdem wird mit dem systematischen Aufbau einer Suchtkrankenberatung für die Altkreise Gelnhausen und Schlüchtern begonnen.

1992 wird das Sachgebiet Gemeindecaritas aufgebaut. Der Verband ist inzwischen weiter gewachsen und beschäftigt auf 38 Stellen 50 hauptamtliche Mitarbeiter.

1993 wird Pfarrer Hans Höfler zum Vorsitzenden gewählt, zweiter Vorsitzender wird Herr Dieter Hussing.

Am 1. April 1996 erfolgt die Übernahme der Caritas-Sozialstation St. Laurentius (Hanau und Großkrotzenburg) vom Diözesan-Caritasverband Fulda, sie wird im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe in Hanau in die Hilfezentrale Hanau eingegliedert.

Am 1. Oktober des gleichen Jahres nimmt die Jugendhilfestation in Gelnhausen ihre Arbeit auf. Die Geschäftsstelle wird in die Altstraße 24 in Hanau verlegt und das Franziskus-Haus zieht in das umgebaute Haus in der Matthias-Daßbach-Straße 2 um. Der Verband beschäftigt nun 55 Mitarbeiter auf 45 Stellen.

Am 1. Januar 1997 wird die Caritas-Sozialstation Bad Soden-Salmünster vom Diözesan-Caritasverband übernommen und erhält den Namen St. Josef. Im gleichen Jahr werden das Franziskus-Haus und die Geschäftsstelle in der Altstraße offiziell eingeweiht.

Es werden 20 Jahre Caritas-Verband für den Main-Kinzig-Kreis e. V., 85 Jahre Caritas-Verband für die Diözese Fulda e. V. und 100 Jahre Deutscher Caritasverband gefeiert.

Am 1. September 1997 wird die Arbeitsgemeinschaft Hospiz (AGH) ins Leben gerufen und der Caritas-Verband übernimmt die Trägerschaft. Die Suchtkrankenberatung in Gelnhausen wird ausgeweitet. Im Franziskus-Haus wird eine Medizinisch-Pflegerische Ambulanz eingerichtet.

1999 werden in enger Anbindung an die Sozialstation St. Josef in Bad Soden-Salmünster erste Schritte zur Einrichtung von Betreutem Wohnen im Alter gegangen. Der steigende Bedarf unter den Wohnungslosen macht die Eichrichtung der Notschlafstelle Schneckenhaus in enger Kooperation mit der Stadt Hanau notwendig. Außerdem werden 16 Plätze Betreutes Wohnen für Wohnungslose geschaffen. In Hasselroth wird ein Sprach- und Förderkurs für jugendliche Migranten begonnen.

Im Jahr 2000 entsteht in Gelnhausen der Arbeitsbereich Betreutes Wohnen für Suchtkranke.

2001 wird mit der ambulanten Rehabilitation für Suchtkranke im Auftrag der LVA begonnen. Die Familien- und Jugendhilfe-Station Gelnhausen übernimmt die Schulsozialarbeit in Freigericht und Wächtersbach. Das Jahr steht außerdem im Zeichen der Planung und Errichtung der Wohnungsnotfallhilfe.

In 2002 erfolgt die Übernahme der Sozialstation St. Martin in Jossgrund/Flörsbachtal.

Das Rahmenkonzept des Caritas-Verbandes für den Main-Kinzig-Kreis wird verabschiedet. Am Jahresende sind 116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Eine ähnlich hohe Zahl von Ehrenamtlichen unterstützt deren Arbeit, insbesondere als Hospizhelfer und im Franziskus-Haus.

2003

Ende März 2003 geht Lothar Graf in den Ruhestand. Am 1. April übernimmt Robert Flörchinger die Aufgaben des Geschäftsführers.

Die äußeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der sozialen Arbeit führen den Verband in eine Phase der Stagnation. Es ist kaum mehr eine kostendeckende Refinanzierung der Dienstleistungen durch die Sozialsysteme, durch Kranken- und Pflegeversicherungen sowie die knappen Kassen der öffentliche Träger zu erreichen. Der Bestand der Familien- und Jugendhilfestation Gelnhausen, der Caritas-Sozialstationen, der Fachambulanz für Suchtkranke kann noch durch eine Finanzierung aus den verbandlichen Rücklagen gesichert werden. Das Budget der kirchlichen Mittel aus dem Haushalt des Bistums Fulda bleibt auf dem Niveau des Vorjahres, während die Personalkosten und Sachkosten anhaltend weiter steigen.

Die zweite Jahreshälfte war am Standort Hanau vor allem geprägt durch Vorbereitungen und Durchführung des Umzugs der Geschäftsstelle in das neu renovierte Dechant-Diel-Haus, Im Bangert 4.

2004

Die Personalplanung sieht 98 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Caritas-Verband vor. Im Januar 2004 wird der Leiter des Franziskus-Hauses Michael Gänge zum stellvertretenden Geschäftsführer berufen. Er übernimmt mit dem Geschäftsführer Verantwortung in der wirtschaftlich deutlich schlechter werdenden Gesamtlage. Die Finanzierungsschwierigkeiten der öffentlichen Hand nehmen weiter zu, die Situation der Sozialsysteme führt zu dramatischen Qualitätseinbußen auch für den Caritas-Verband als kirchlichen sozialen Dienstleister. Die Kirchensteuermittel für die Aufgaben des Caritas-Verbandes aus dem Bistumshaushalt erfahren für die Jahre 2004 und 2005 dramatische Kürzungen.

Aus betriebsbedingten Gründen müssen im Laufe des Jahres 2004 Arbeitsverhältnisse im Bereich der Familien- und Jugendhilfestation und im Bereich der Fachambulanz für Suchtkranke aufgelöst werden. Letztere kann im Jahr 2005 nur noch mit 2,25 Stellenanteilen weitergeführt werden.

Der Einbruch bei der Auftragslage für die ambulante Familienhilfe der FJHS in Gelnhausen führt im laufenden Jahr zu massiven Einschnitten in die Personalstruktur. Es wird wieder ein gemeinsames Team der Familienpädagogen gebildet, zwei Arbeitsverhältnisse von Fachkräften betriebsbedingt beendet und der Leitungsanteil reduziert.

2005

Es sind insgesamt 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Der Vorstand setzt nach umfassender Beratung in diesem Jahr einen wirtschaftlichen Konsolidierungsprozess und eine Umstrukturierung des Verbandes in Gang. Im operativen Bereich werden drei Fachbereiche Ambulante Pflegedienste, Wohnungslosenhilfe und Beratungsdienste und ein Fachgebiet Familien- und Jugendhilfestation eingerichtet. Der Fachdienst Gemeindecaritas, die Arbeitsgemeinschaft Hospiz, eine Einheit Qualitäts- und Personalentwicklung und die Verwaltung werden der Geschäftsführung zugeordnet.

Von Anfang des Jahres wird der Aufbau und die Koordinierung des neuen Fachbereichs Beratungsdienste betrieben, mit der Fachbereichsleitung wird Frau Karin Mechnich betraut. Diverse refinanzierte Projekte wie Straßensozialarbeit in der Innenstadt Hanau, Hausaufgabenhilfe über ein Aktion-Mensch-Projekt oder Hilfen bei Wohnungsnotfällen werden aktiv umgesetzt.

In der Familien- und Jugendhilfestation, Gelnhausen (FJHS), wird ab dem 1. April die Leitung mit Herrn Markus Bergmann neu besetzt. Ein strikter Konsolidierungskurs ab Jahresbeginn wird durch aktive Beteiligung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich umgesetzt. Nach einer Auftragszusage durch Stadt Hanau kann die FJHS ihr Geschäftsfeld hierher ausdehnen.

Dank hoher Auftragslage und sparsamer Haushaltsführung und vor allem aufgrund des hohen Einsatzes der Mitarbeiter, der Fachbereichsleitungen und der Geschäftsführung können die wirtschaftlichen Ziele in 2005 zufrieden stellend erreicht werden.

2006

Die Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgt 103. Die Entwicklungen sind weiterhin kritisch zu bewerten. Der Verband ist mit immer steigenden Kostenentwicklungen bei Sachmitteln (z. B. Abrechnungen der Mietnebenkosten) und Personal konfrontiert. Tariflich stellt sich das Niveau der AVR, in etwa auf der Höhe des ehemaligen BAT, sehr problematisch dar. Im Allgemeinen werden Entgelte auf öffentlicher Seite auf Basis des niedrigeren neuen TVöD berechnet und nur noch diese anerkannt.

Im ersten Halbjahr sind Auftragsreduzierungen in der Familien- und Jugend-Hilfe-Station zu verkraften. Auch im Bereich der Caritas-Sozialstation St. Josef kommen weniger Aufträge zu Stande und nicht refinanzierbare Zeiten verschlechtern das wirtschaftliche Ergebnis unerwartet. Spürbar sind parallel Rückgänge bei der Auslastung des Franziskus-Hauses / Ökumenische Wohnungslosenhilfe. Im Bereich der Arbeitsgemeinschaft Hospiz brechen Ende des Jahres 2006 vorher regelmäßig fließende Spendeneinkünfte unvorhergesehen weg. Aus Rücklagen kann der Verband die entstandenen Defizite nicht länger schultern, die Personal- und Haushaltsplanungen für 2007 müssen zu unmittelbaren Gegensteuermaßnahmen führen.

2007

Die Planung sieht für dieses Jahr 107 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor. Auch in diesem Jahr werden wieder Konsolidierungsmaßnahmen durchgeführt, die in neue Strukturen münden. Im Mai wird der Fachbereich Soziale Sicherung unter Verantwortung von Herrn Gänge gebildet. Frau Mechnich übernimmt zum gleichen Zeitpunkt die Fachbereichsleitung Suchtkrankenhilfe. Der Fachdienst Migration wird am Standort Hanau zusammengeführt. Die Projekte Wohnungsnotfallhilfe für den Main-Kinzig-Kreis und Obdachlosenhilfe in der Stadt Hanau werden an die Ökumenische Wohnungslosenhilfe angegliedert, so dass auch Personal effizient eingesetzt werden kann.

Auftragsengpässe der Familien- und Jugend-Hilfe-Station werden überwunden, die FJHS ist wieder ein Wachstumsbereich: 2007 können mit einem neuen Mitarbeiterteam in Hanau weitere Sozialpädagogische Familienhilfen, soziale Gruppenarbeit und ein Projekt am Wohnwagenplatz etabliert werden. Im Main-Kinzig-Kreis werden die Hilfen im Sozialraum weiter ausgebaut. Neben den Festangestellten im Verband werden Aufträge auch mit Honorarkräften abgedeckt. Bei der hohen Auslastung von bis zu 80 Maßnahmen ist auch der Einsatz von mehr Leitungspersonal dringend geboten.

In der Caritas-Sozialstation St. Josef wird ein Unternehmensberater mit der betriebswirtschaftlichen Sanierung beauftragt. In diesem Zusammenhang werden unter anderem Tourenplanung und Arbeitszeiteinsatz verändert und ein neues Kosten-Erlös-Controlling eingeführt.

Das Jubiläumsjahr 10 Jahre Arbeitsgemeinschaft Hospiz bringt neben der erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit einen Zugewinn an Spendenerträgen und außerordentlichen Finanzierungen. Eine unserer koordinierenden Einsatzleitungen kann im kommenden Jahr dank der Zuwendung einer Stiftung mit einer Vollzeitstelle finanziert werden und anteilig im Palliativteam am Klinikum Hanau integriert werden.

Im Bereich der Suchtkrankenhilfe hatte der Verband mit schwierigen Gegebenheiten vor allem auch aus der Unsicherheit der Vorjahre zu kämpfen. Im Rahmen des neu gegründeten Caritas Suchthilfeverbundes Hessen nehmen Mitarbeiterinnen der Caritasverbände Darmstadt und Fulda Aushilfen für Beratung und Ambulante Rehabilitation wahr. Die Suchtberatungsstelle in Gelnhausen kann stabilisiert werden.

2008

Insgesamt sind in diesem Jahr 96 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Caritas-Verband tätig. Der Vorstand hat für die Haushaltsplanung 2008 betriebsbedingte Einsparungen im Sekretariatsbereich beschlossen. In der Buchhaltung tritt die langjährige Fachbereichsleiterin Frau Ingrid Behrendt in die wohl verdiente Ruhephase der Altersteilzeit ein. Das System der Buchhaltung unseres Verbandes wird restrukturiert. Die Kontierung erfolgt im Verband in Hanau, die Eingabe der Daten in die Buchhaltung erfolgt beim Diözesancaritasverband in Fulda.

Die einzelnen Fachbereiche werden in die Lage versetzt wieder verstärkt Rücklagen erwirtschaften zu können. Da kaum eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage bei der Beteiligung an der Hilfezentrale Hanau zu erwarten ist, hat der Vorstand sich entschlossen, zum 31.12.2008 sein Engagement in diesem Bereich zu beenden. Der Verband arbeitet jedoch weiter in der Hanauer Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe (AGA) mit.

Als inhaltlich und wirtschaftlich äußerst erfolgreich können die in der Sozialstation St. Josef umgesetzten Sanierungsmaßnahmen beurteilt werden. Vor allem ist die Qualität unserer ambulanten Krankenpflege auch bei steigenden Anforderungen zum Wohl unserer Patienten mitgewachsen.

Nach wie vor beeindruckend ist das große ehrenamtliche Engagement für Schwerstkranke und Sterbende in unserer ambulanten Hospizarbeit. Die Kostenkontrolle im Bereich der Hospizarbeit wurde weiter beachtet und der relativ unplanbare Bereich des Spendenaufkommens sorgfältig beobachtet.

Inhaltlich und wirtschaftlich sehr erfreulich sind die Entwicklungen im Fachbereich Familien- und Jugendhilfe und im Fachbereich Suchtkrankenhilfe. Das neue Team mit Sozialpädagogischer Familienhilfe und Sozialer Gruppenarbeit hat sich mittlerweile in Hanau etabliert.

2009

Dem Auftrag &bdquoNot sehen und handeln&ldquo verpflichtet, leistet der Verband seinen Dienst als professionelle Ergänzung und Unterstützung der sozialen Arbeit in den Pfarrgemeinden. Dafür sind in diesem Jahr 93 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest angestellt. In unserem Hilfenetzwerk sind dazu noch einmal rund 130 freiwillige Mitarbeiter/-innen sowie rund 15 bis 20 qualifizierte Honorarkräfte eingebunden.

Mit solider Qualität und weiterhin als wirtschaftliche Stütze des Verbandes erweist sich die stationäre Einrichtung des Franziskus-Hauses der Ökumenischen Wohnungslosenhilfe Hanau. Die Ergebnisse in der Caritas Sozialstation Bad Soden-Salmünster sind inhaltlich und wirtschaftlich äußerst erfolgreich. Eine Bestätigung der höchsten Qualität unserer ambulanten Krankenpflege lieferte mit viermal der Note 1 das Prüfungsergebnis durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) zum Ausgang des Berichtsjahres.

Wesentliche Dienste für Arme und Notleidende werden von uns durch Anteile aus Kirchensteuermitteln des Bistums Fulda vorgehalten. Insbesondere Seniorenberatung, Allgemeine Sozialberatung, Anteile der Migrationsdienste und der Suchtkrankenhilfe werden dadurch ermöglicht. 

2010

Insgesamt sind in diesem Jahr 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest angestellt. In unserem Hilfenetzwerk sind dazu noch einmal rund 140 freiwillige Mitarbeiter/-innen sowie rund 15 bis 20 qualifizierte Honorarkräfte eingebunden.

Für das Jahr stehen Aufgaben der Strategieentwicklung des Verbandes, der Aufbau- und Ablauforganisation und im Bereich des Risikomanagements auf der Tagesordnung.

Im Verein sind gute strukturelle Voraussetzungen für eine qualitative Arbeit geschaffen: Neben der Satzung, gibt es eine Geschäftsordnung, einen Geschäftsverteilungsplan und das Organisationshandbuch des Verbandes mit vielen Prozessbeschreibungen. Es gibt eine Berichterstattung über die Geschäfte durch Quartalsberichte der Fachbereichsleitungen an die Geschäftsführung und von dieser an den Vorstand.

Mitte des Jahres übernimmt Herr Ingo Bischoff die Leitung der Fachambulanz für Suchtkranke. Der Vorstand beschließt, die Räume des Caritas-Verbandes in der Holzgasse 17 in Gelnhausen bedarfsgerecht und zeitgemäß umzubauen und zu sanieren. Dabei soll ein behindertengerechter Zugang über eine Rampe auf der Hofseite geschaffen werden.

Für die Arbeitsgemeinschafft Hospizdienst wird die Gemeindeberatung des Bistums Fulda beauftragt, um Strukturen und Prozesse in der Organisation zu analysieren und möglicherweise bis zum Ende des Jahres 2011 Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.

Dank hoher Auftragslage und kontinuierlich sparsamer Haushaltsführung konnte der Verband seine wirtschaftlichen Ziele zufrieden stellend erreichen: In allen Bereichen wurden solide Rücklagen erwirtschaftet.

2011

Nach 33 Jahren Mitgliedschaft im Vorstand und knapp 17 Jahren in der Verantwortung als Vorsitzender gibt Pfr. Msgr. Hans Höfler den Stab weiter an Pfr. Rainer Modenbach, Mariae Namen, Hanau. Er wird von Bischof Heinz-Josef Algermissen ab dem 01.01.2011 mit der Leitung des Verbandes beauftragt.

Unter der Leitung von Herrn Ingo Bischoff wird der Fachbereich Beratungsdienste gebildet. Dieser fasst verschiedene Fachdienste zusammen: Allgemeine Sozialberatung (ASB), Seniorenberatung, Jugendmigrationsdienst (JMD), Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE), die Fachambulanz für Suchtkranke (FAS), und die Gemeindecaritas. Ziel dieser Maßnahme ist eine bessere Wahrnehmung des Beratungsangebots des Caritas-Verbandes, sowie die Nutzung von Synergieeffekten zwischen den einzelnen Fachdiensten. Die Fachambulanz für Suchtkranke feiert das zwanzigjährige Bestehen der Suchtkrankenhilfe im Verband.

Im Franziskus-Haus fällt nach langen Jahren erfolgreicher Tätigkeit der Zivildienst weg. Er wird nach Möglichkeit durch Freiwilligendienste ersetzt. Die Ökumenische Wohnungslosenhilfe feiert ihr zwanzigjähriges Bestehen.

Zum Ausgang des Jahres wurde nach einer langen Entscheidungsphase die Hofstraße 29 in Linsengericht-Altenhaßlau als neuer Sitz des Fachbereichs Familien- und Jugendhilfen für das Team Gelnhausen bezogen. Das langjährige Mietverhältnis bei der Pfarrgemeinde St. Peter, Holzgasse 11 in Gelnhausen, wurde gekündigt. Die Außenstelle des Verbandes in Gelnhausen bleibt weiterhin insbesondere mit der Fachambulanz für Suchtkranke in Gelnhausen, Holzgasse 17.

Der Verband beteiligt sich zum ersten Mal an der Aktion 1 Million Sterne des Deutschen Caritas-Verbandes/caritas international.

In Hanau wird das sozialräumliche Projekt Familienzentrum Mariae Namen Innenstadt Hanau im Fachbereich der Familien- und Jugendhilfen in Gang gesetzt.

Die Mitarbeiterzahl liegt bei 100 Personen auf 59,64 Stellen, dazu sind rund 140 freiwillige Mitarbeiter/-innen sowie rund 15 qualifizierte Honorarkräfte eingebunden.

2012

Im Jahr 2012 waren wiederum rund 100 Mitarbeiter/-innen beschäftigt, allerdingst stieg die Zahl der Vollzeitäquivalente auf 66,5. Der Anteil der Kirchensteuermittel am Gesamthaushalt des Verbandes liegt mittlerweile bei rund 11%, alle weiteren Aufwendungen werden am Markt erlöst. Über die "Geschäftsstelle" wird der Zuschuss aus Bistumsmitteln verrechnet und die Ausgleiche zugunsten oder zulasten der entsprechenden Kostenstellen gebucht. Die erwirtschafteten Erlöse der Kostenstelle werden nach Vorstandsbeschluss zum geprüften Jahresergebnis dem Eigenkapital zugeführt. In vielen Bereichen des Verbandes konnten Rücklagen erwirtschaftet werden.

Zu Beginn des Jahres konnte der Fachbereich Ambulante Pflegedienste mit der Caritas Sozialstation Bad Soden-Salmünster in neue Räumlichkeiten in der Bad Sodener Straße 17a örtlich direkt gegenüber den bisherigen Stationsräumen umziehen. Gegen Ende des Jahres wurden 181 Patienten täglich im Einzugsgebiet der Station versorgt, die größte Zahl seit der Gründung der Krankenpflegestation.

Der Fachdienst Gemeindecaritas wurde nach längerer Vakanz im Frühjahr mit einer 0,5 Stelle in Funktion einer Stabsstelle zur Geschäftsführung wieder neu besetzt. Im Lauf des Jahres wurde eine neue Rahmenkonzeption des Dienstes entwickelt.

Im Haushaltsjahr 2012 wurden im Fachbereich Ambulante Hospizarbeit Ergebnisse des Beratungsprozesses durch die Gemeindeberatung des Bistums Fulda umgesetzt. Es wurde eine neue Satzung der Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst (AGH) verabschiedet. Mit Hilfe der Anschubfinanzierung durch den Caritas-Verband konnte eine eigene Fachbereichsleitung eingesetzt werden. Diese Aufgabe übernahm Frau Annette Böhmer. Die Prozesse zur Klärung und Profilierung des Fachbereichs als Teil des Caritas-Verbandes wurden vorangebracht. Der Fachbereich konnte am Ende des Jahres auch wirtschaftlich ein gutes Ergebnis vorweisen, das unter anderem durch ein hohes Spendenaufkommen sowie den Zugang aus einem Nachlass bedingt war.

Am 31.10.2012 wechselte Herr Markus Bergmann, Fachbereichsleitung Familien- und Jugendhilfen, zum Diözesancaritasverband nach Fulda. Herr Bernd Bohlender übernahm die Leitung des Bereichs ab dem 15.11.2012.

Am 01.11.2012 wurde Herr Pfr. Rainer Modenbach auf eigenen Antrag durch den Diözesanbischof von Fulda von seinem Amt als Vorsitzender des Caritas-Verbandes entpflichtet. Als stellvertretender Vorsitzender sicherte Herr Joachim Nickel, Hanau, die kontinuierliche Leitung des Verbandes.

2013

Zum 15.02.2013 wurde Herr Diakon Michael Harth aus Freigericht-Neuses durch Bischof Heinz-Josef Algermissen zum Vorsitzenden ernannt.

Die Personalplanung des Verbandes beläuft sich auf rund 100 Mitarbeiter/-innen. Die tariflichen Steigerungen der Gehälter liegen in der Planung im Schnitt um 7,12% höher als im Vorjahr. Der Kostendruck bei kaum steigerbaren Erlösen insbesondere von Auftraggebern der Öffentlichen Hand nimmt für die Planungen des Verbandes und seiner Fachbereiche spürbar zu.

Nach Auftrag des Vorstands soll das Risikomanagement des Verbandes umfänglich entwickelt werden. Dafür wird auf der Geschäftsführungsebene Personalkapazität bereitgestellt.